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AMB Generali halten


06.02.2008
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von AMB Generali (ISIN DE0008400029 / WKN 840002) unverändert mit "halten" ein.

AMB Generali habe nach neun Monaten des Jahres 2007 die Gesamtbeiträge im selbst abgeschlossenen Geschäft um 1,4% auf 10,078 Mrd. Euro steigern können und habe damit über dem für die Gesamtbranche prognostizierten Nullwachstum gelegen. Die gebuchten Bruttobeiträge hätten mit 8,718 Mrd. Euro dagegen leicht unter dem Niveau des Vorjahres gelegen (8,771 Mrd. Euro), wobei das Teilsegment Leben einen Rückgang von 2,9% verzeichnet habe. Dies habe nach Angaben der Gesellschaft seine Ursache in dem weiterhin hohen und steigenden Anteil an fondsgebundenen Versicherungen sowie Riesterprodukten gehabt. Die Krankenversicherungssparte habe hingegen ein im Branchenvergleich überdurchschnittliches Prämienwachstum von 4,2% auf 1.299 Mio. Euro verzeichnet.

AMB habe ein Konzernergebnis von 393 Mio. Euro (Vorjahr: 294 Mio. Euro) verzeichnet. Bereinigt um die Ergebnisverbesserung von 71 Mio. Euro aus der für das Jahr 2008 anstehenden Änderung des Körperschaftsteuersatzes habe sich ein um 28 Mio. Euro verbessertes Konzernergebnis von 322 Mio. Euro (+33,5%) ergeben. Der Konzernüberschuss habe trotz der Schäden aus dem Wintersturm "Kyrill" (70 Mio. Euro) gesteigert werden können, wobei die Hauptursachen für die Ergebnissteigerung das verbesserte Kapitalanlageergebnis (+2,8%) und das reduzierte Kostenvolumen seien. So hätten die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb um 10,3% i.Vgl. zum Vorjahr gesenkt werden können. Diese resultiere u.a. aus einer Stellenreduzierung von 380 Stellen bis zum 30. September 2007. Die Combined Ratio habe nach drei Quartalen bei 97,5% gelegen. AMB verfolge das Ziel, für das Gesamtjahr eine Combined Ration von unter 97% zu erreichen.

Die Commerzbank AG und die AMB-Generali-Gruppe hätten zuletzt bekannt gegeben, dass sie ihre Zusammenarbeit ausbauen wollten. Das Beratungsnetz solle durch rund 150 neue Vorsorgespezialisten verstärkt werden.

Der Aufsichtsrat der AMB Generali habe zur Jahresmitte ein neues Vorstandsteam berufen, welches nunmehr aus drei Mitgliedern bestehe. CEO und Sprecher des Vorstands sei seit dem 1. Juli 2007 Dietmar Meister, der zuvor CFO bei AMB Generali gewesen sei. Meister habe Walter Thießen abgelöst, der den Konzern vorzeitig verlassen habe. Zu Vorstandsmitgliedern seien außerdem Lorenzo Kravina und Christoph Schmallenbach berufen worden.


AMB Generali habe bekannt gegeben, dass die Belegschaft der deutschen Holding von 226 auf 200 Mitarbeiter verringert werde. Die Kosten der Holding sollten bis 2010 um 18% gesenkt werden.

AMB Generali strebe an, im Rahmen einer unternehmerischen Neuausrichtung die Wettbewerbskraft zu verbessern. Hierzu habe der Vorstand der AMB Generali ein Maßnahmenpaket vorgestellt, das eine Fusion der Versicherungsgesellschaften Volksfürsorge Versicherungen und der Generali Versicherungen vorsehe. Die neuen Sach- und Lebensversicherungsgesellschaften sollten den Namen "Generali" tragen. Der Sitz der Gesellschaft solle München sein. Die Vertriebskraft der beiden Stammorganisationen, der Maklervertrieb sowie des Bankvertriebs über die Commerzbank, sollten dabei erhalten bleiben. Nach Angaben des Vorstands werde die Verschmelzung der Gesellschaften bis zum Jahresbeginn 2009 vollzogen.

AMB habe zuletzt die Guidance von 400 Mio. Euro Jahresüberschuss bestätigt, wobei der Sondereffekt aus der Steuerreform hier bereits ausgeschlossen sei. AMB rechne mit einem Anstieg des Jahresüberschusses (Net profit) von 60 - 80 Mio. Euro aus der Unternehmenssteuerrefrom. Für die Jahre 2008 und 2009 stelle die Gruppe weiteres Gewinnwachstum in Aussicht. AMB plane 2008 450 Mio. Euro Überschuss zu erwirtschaften und diesen in 2009 auf 500 Mio. Euro zu steigern. Auf der Kostenseite plane das Management, unter der Marke von 1,8 Mio. Euro zu bleiben. Die Ergebnisverbesserungen sollten sich infolge des Strategieplans und der damit verbundenen Fusion von Volksfürsorge und Generali Versicherungen ergeben. Aus der Fusion sollten Kosteneinsparungen im administrativen Bereich von 100 Mio. Euro jährlich erzielt werden. 400 bis 500 Stellen stünden in der Folge zur Disposition.

AMB gehe davon aus, auch weiterhin stärker als der Markt zu wachsen und somit weitere Marktanteile zu erlangen, wobei für den Bereich Schaden- und Unfallversicherung lediglich durchschnittliches Wachstum erwartet werde. Die Combined Ratio solle nach Zielsetzung des Managements bei 97% liegen. Es sei zu beachten, dass durch die höhere Kostentransparenz, die als Folge des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) entstehe, das Neugeschäft der Gesellschaft im kommenden Jahr belastet werde.

Die Aktie der AMB Generali sei mit einem KGV von gut 11 (2008e) unverändert hoch bewertet. Der Branchendurchschnitt liege bei gut 7. In der hohen Bewertung sei die Erwartung enthalten, dass die italienische Muttergesellschaft ein verbessertes Übernahmegebot vorlege. Auf lange Sicht sei unverändert von einer vollständigen Integration in den Mutterkonzern auszugehen. Das Übernahmeszenario sei bereits seit längerem eingepreist, was den Bewertungsaufschlag erkläre, gleichzeitig aber das Aufwärtspotenzial begrenze. Anhand der Bewertungsmodelle der Analysten ergebe sich ein Fair Value von 100,00 Euro.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen für die Aktie von AMB Generali ihre Anlageempfehlung "halten". Das Kursziel werde von 120,00 Euro auf 100,00 Euro gesenkt. (Studie "MDAX-Guide Frühjahr 2008" vom 05.02.2008) (06.02.2008/ac/a/d)




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